Schlaganfall: deutliche Unterschiede zwischen den Lärmarten

In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Todesfälle durch Schlaganfall deutlich gesunken. Trotzdem gehört die plötzlich auftretende Durchblutungsstörung des Hirns oder Einblutung ins Gehirn noch immer zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. 2013 starben über 18.000 Menschen an einem Schlaganfall. Zu den bekannten Risikofaktoren gehören unter anderem Übergewicht, Rauchen und Bluthochdruck. Die NORAH-Studie konnte belegen, dass auch alle drei untersuchten Verkehrslärmarten einen Einfluss auf das Schlaganfallrisiko haben.
Straßen- und Schienenlärm: kontinuierliche Risikoerhöhung bei steigendem Dauerschallpegel
Kann Verkehrslärm das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen? Die NORAH-Studie zeigt: Sowohl bei Straßen- als auch bei Schienenlärm steigt das Schlaganfallrisiko mit jedem zusätzlichen Zehn-Dezibel-Schritt messbar an. Für Fluglärm hingegen fand sich kein solcher Anstieg, sondern eher eine leicht abnehmende Tendenz – ein überraschender Befund, der weitere Fragen aufwirft.
Fluglärm: Spielt der maximale Schall eine Rolle?
Genügt der Blick auf den durchschnittlichen Lärmpegel, um Gesundheitsrisiken realistisch einzuschätzen? Und welche Rolle spielen kurze, aber laute Spitzen in der Nacht? Die NORAH-Studie zeigt, dass beim Fluglärm ein erhöhtes Schlaganfallrisiko auftreten kann, wenn der nächtliche Maximalschallpegel 50 Dezibel übersteigt – selbst bei Dauerschallpegeln unter 40 Dezibel.
Lesehilfe Infografiken
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