Zusammenhänge mit allen drei Verkehrslärmarten entdeckt

Sowohl Fluglärm als auch Schienen- und Straßenlärm erhöhen statistisch signifikant das Risiko, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln.

  • Am deutlichsten ist dieser Zusammenhang beim Schienenlärm ausgeprägt: Je zehn Dezibel Lärmzuwachs steigt das Herzschwäche-Risiko um 3,1 Prozent
  • Straßenlärm erhöht das Risiko einer Herzinsuffizienz um 2,4 Prozent, wenn der Lärm um zehn Dezibel zunimmt.

  • Mit 1,6 Prozent pro zehn Dezibel ist die Risikoerhöhung unter dem Einfluss von Fluglärm etwas geringer – aber auch dieses Ergebnis ist statistisch signifikant. Hinzu kommt auch hier, dass die Fluglärm-Ergebnisse tendenziell unsicherer als die Straßen- und Schienenlärm-Ergebnisse sind, da es keine Fluglärmpegel oberhalb von 65 Dezibel in der untersuchten Region gab. Darüber hinaus geben die Daten Hinweise darauf, dass auch die Wohndauer eine Rolle spielt: Demnach könnte sich das Risiko einer Herzschwäche bei Personen erhöhen, die mehrere Jahre in einer lärmbelasteten Region leben. Dieser Annahme sollten weitere Studien nachgehen.