Flugzeuge und andere Lärmquellen
Auch ohne Fluglärm sind Schulen keine ruhigen Orte: Vom Pausenhof dringen ebenso Geräusche in die Klasse wie aus dem Nachbarraum. Um einzuschätzen, welche Rolle Fluglärm im Vergleich zu anderen Lärmquellen spielt, baten die Wissenschaftler die Lehrkräfte um ihre Einschätzung, welche Lärmarten ihren Unterricht wie stark belasten. Dazu konnten die Lehrkräfte bei jeder Lärmquelle die Stärke der Unterrichtsbelastung auf einer fünfstufigen Skala einordnen. 1 stand für „keine Belastung“, 5 für eine „sehr hohe Belastung“.
Das Ergebnis: Lehrkräfte nehmen Geräusche vom Pausenhof oder aus den Nebenräumen als Belastungen des Unterrichts wahr. Mit Abstand die stärkste Belastung ist aus Sicht der Lehrkräfte an vergleichsweise hoch fluglärmbelasteten Schulen aber der Fluglärm: Auf der fünfstufigen Skala erreichen ihre Antworten für diese Lärmart den Durchschnittswert 4,5.
Um möglichst eindeutige Aussagen über die Fluglärmwirkungen treffen zu können, wurden in der NORAH-Studie keine Schulen mit sehr hoher Belastung durch Straßen- oder Schienenlärm einbezogen. Daher beurteilten die Lehrkräfte die Unterrichtsbelastung durch diese Lärmarten als relativ gering. Dies ist aber nicht verallgemeinerbar. Es gibt im Rhein-Main-Gebiet auch Schulen, die sehr stark durch Straßen- oder Schienenlärm belastet sind.
