Die Lebensqualität aus Sicht der Kinder

Um zu erfassen, wie die Kinder ihre körperliche und psychische Lebensqualität beurteilen, baten die Wissenschaftler sie, verschiedene Fragen über die vergangene Woche zu beantworten. Die Kinder sollten unter anderem angeben, ob sie in dieser Zeit Kopf- oder Bauchschmerzen hatten, ob sie gut schlafen konnten und ob ihnen langweilig gewesen war. Als Antwort konnten sie „nie“, „manchmal“ oder „ganz oft“ wählen. Es zeigte sich ein statistisch signifikanter Effekt des Fluglärms auf die Beantwortungen.
In der Gruppe der Kinder, die den niedrigsten Lärmbelastungen ausgesetzt waren, gaben 67 Prozent an, nie an Kopf- oder Bauchschmerzen gelitten zu haben. Von den Kindern mit der höchsten Lärmbelastung sagten dies nur 56 Prozent. Dass andere Unterschiede zwischen den Gruppen – etwa ein unterschiedlicher Sozioökonomischer Status – die Antworten der Kinder beeinflusst haben, konnten die Wissenschaftler statistisch ausschließen.
Ein ähnliches Bild ergab sich, als die Kinder angeben sollten, ob sie in der vorangegangenen Woche gut geschlafen hatten. In der am stärksten lärmbelasteten Gruppe gaben 20 Prozent der Kinder an, sie hätten „nie“ gut geschlafen – im Vergleich zu 15 Prozent der Kinder, die nur wenig Fluglärm zu hören bekommen. Die Eltern allerdings beurteilen die Schlafqualität ihrer Kinder anders: Ihre Antworten auf die Frage nach dem Schlaf ihrer Kinder lassen keinen Zusammenhang zum Fluglärm erkennen.