Studie zu Krankheitsrisiken

Mehrere wissenschaftliche Studien legen nahe: Lärm kann krank machen. Über die genauen Zusammenhänge wissen wir aber noch zu wenig. Deshalb untersucht die NORAH-Studie auch die Frage, welche Lärmbelastungen welche Folgen für die Gesundheit haben können. Diese Untersuchungen sind in der Studie zu Krankheitsrisiken zusammengefasst. Die Basis dafür liefern Krankenkassendaten ausgehend von über einer Million Versicherten im Rhein-Main-Gebiet. Besonderes Augenmerk legt diese Teilstudie auf den Zusammenhang zwischen Lärm und Herzkreislauf-Krankheiten.

Erkrankungen im Einzugsgebiet von Flughäfen

Erhöht Lärmbelastung das Risiko, Herz-Kreislauf-Krankheiten, Depressionen und Brustkrebs zu bekommen? Und wenn ja, wie stark ist das Risiko erhöht? Darüber möchte das NORAH-Team genauere Erkenntnisse gewinnen. Aus diesem Grund analysieren die Wissenschaftler Daten mehrerer gesetzlicher Krankenkassen ausgehend von über einer Millionen Versicherten im Rhein-Main-Gebiet.

Beim Aufbau der Akustikdatenbank der NORAH-Studie wurden nicht nur aktuelle Lärmbelastungen erfasst, sondern auch – soweit möglich – die Wohnvorgeschichte jedes einzelnen Teilnehmers in den vergangenen 18 Jahren. So können die Wissenschaftler aktuelle Erkrankungen mit der Lärmbelastung in der Vergangenheit in Zusammenhang bringen.

Herzkreislauf-Krankheiten im Fokus

Mehrere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Lärm das Risiko steigern kann, an einem Herzkreislauf-Leiden zu erkranken. Aber auch andere Faktoren können dieses Risiko erhöhen, zum Beispiel Übergewicht oder Tabakkonsum. Um nun die Lärmwirkung besser von anderen Risikofaktoren abgrenzen zu können, führen die Wissenschaftler eine so genannte Fallkontrollstudie durch: So wird bei einem Teil der Versicherten eine vertiefende telefonische Befragung durchgeführt, um herauszufinden, welche weiteren Risikofaktoren bei ihnen vorliegen. Dafür wurden vier Gruppen mit jeweils mehreren tausend Teilnehmern ausgewählt:

  • Menschen, die laut den Krankenkassen-Daten einen Herzinfarkt erlitten haben oder an einer schweren koronaren Herzerkrankung leiden,
  • Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben,
  • Menschen, die an einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) leiden,
  • Menschen, die nicht an diesen Krankheiten leiden – die so genannten Kontrollpersonen.




Häufige Fragen zur Studie zu Krankheitsrisiken finden Sie hier.

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