Die NORAH-Studie im Überblick

Wie wirkt sich Verkehrslärm auf die Lebensqualität, die Gesundheit und die Entwicklung von Kindern aus? Diese drei Hauptfragen standen im Zentrum der NORAH-Studie. NORAH (Noise-Related Annoyance, Cognition, and Health) ist die bislang umfangreichste Untersuchung zum Thema Lärmwirkung. Die an der Studie beteiligten Wissenschaftler kommen aus unterschiedlichen Fachgebieten: Medizin, Psychologie, Sozialwissenschaft, Physik und Akustik. Gemeinsam suchten sie nach Antworten auf Fragen, die in der bisherigen Lärmwirkungsforschung offen geblieben waren. Dazu berechneten sie adressgenau die vergangene und aktuelle Belastung durch Flug-, Schienen- und Straßenlärm in einem großen Gebiet um den Frankfurter Flughafen. Diese Werte verglichen die Forscher mit Daten über Gesundheit, Lebensqualität und Entwicklung von insgesamt über einer Million Personen aus der Region. Darüber hinaus befragten die Wissenschaftler mehrere tausend Menschen im Umkreis der Flughäfen Berlin Brandenburg, Köln/Bonn und Stuttgart.

Fünf Teilstudien zur Wirkung von Verkehrslärm

Neben der für die gesamte Studie wichtigen Berechnung von Lärmdaten widmete sich NORAH in fünf Teilstudien den Auswirkungen von Flug-, Straßen- und Schienenlärm auf den Menschen:

  • Die Lebensqualitätsstudie untersuchte durch Befragungen, welche Lärmbelastungen sich wie stark auf die erlebte Lärmbelästigung und Lebensqualität auswirken.
  • Die Studie zu Krankheitsrisiken erforschte, ob Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Depressionen unter Lärmeinfluss häufiger auftreten.
  • Die Blutdruckstudie untersuchte den Zusammenhang zwischen Blutdruck und Lärmeinfluss.
  • In der Schlafstudie setzten die Wissenschaftler die Schlafqualität der Studienteilnehmer mit dem Schalldruck im Schlafzimmer in Zusammenhang.
  • Die Kinderstudie befasste sich mit der geistigen Entwicklung von Grundschulkindern sowie deren Leseleistungen und ihrer allgemeinen Lebensqualität unter Lärmeinfluss.

Den Forschungsstand erweitert

NORAH ist nicht die erste Studie zur Wirkung von Lärm, sondern baut auf dem bisherigen Forschungsstand auf. Alle fünf Teilstudien erweitern und vertiefen die Erkenntnisse aus älteren Studien. So gab es zum Beispiel bereits vorher Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Verkehrslärmbelastungen und der Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Wie viel Lärm aus welcher Quelle und mit welcher Dauer welche Folgen hat und ob manche Menschen gefährdeter sind als andere, war aber noch weitgehend unbekannt. NORAH brachte also genauere Ergebnisse als vorherige Studien. Die grundsätzliche Tatsache, dass starker Lärm auf Dauer krank machen kann, steht außer Frage.

Langfristige Beobachtungen

Da Lärmbelastungen erst nach längeren Zeiträumen gesundheitliche Auswirkungen haben, war NORAH als sogenannte Längsschnittstudie angelegt. Das bedeutet, dass die Wissenschaftler nicht nur den aktuellen Zustand untersuchten, sondern die Studienteilnehmer über den Forschungszeitraum von drei Jahren begleiteten. Eine genaue Rekonstruktion der Lärmbelastung in den vergangenen 18 Jahren Jahren bei einigen Studienteilnehmern konnte sogar noch langfristigere Wirkungen identifizieren.

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