Zukünftiger Forschungsbedarf

Wie jede wissenschaftliche Untersuchung hat die Studie zu Krankheitsrisiken nicht nur Fragen beantwortet, sondern auch neue Fragen aufgeworfen. Vor allem bei fünf Themen sehen die Autorinnen und Autoren der Studie weiteren Forschungsbedarf.

1. Welche Rolle spielt der Maximalschallpegel?

Lärmwirkungsstudien verwenden vor allem den Dauerschallpegel – einen Mittelwert aus Anzahl und Lautstärke von „Schallereignissen“. Die Studie zu Krankheitsrisiken hat Hinweise darauf gefunden, dass auch der Maximalschallpegel – also die maximale Lautstärke einzelner Geräusche – einen Einfluss auf die Krankheitsrisiken hat, insbesondere bei Flug-, daneben auch beim Schienenlärm. Künftige Verkehrslärmstudien sollten sich mit der Frage beschäftigen, wie beide Maße genutzt werden können, um die Wirkung von Verkehrslärm besser zu beschreiben.

2. Mehr Forschung zu Verkehrslärm und Depression nötig

Der deutliche Zusammenhang zwischen Verkehrslärm und Depression, aber auch das wieder sinkende Risiko bei höherem Fluglärm oder Schienenlärm geben Anlass zu weiterer Forschung. Zukünftige Studien sollten sich zum Beispiel damit beschäftigen, ob Lärmbelästigte häufiger in eine ruhigere Wohngegend umziehen und ob eine depressive Erkrankung das Umzugsverhalten beeinflusst.

3. Beeinflusst Verkehrslärm den Verlauf von Krankheiten?

Zukünftige Studien sollten der Frage nachgehen, welchen Einfluss Verkehrslärm nicht nur auf die Krankheitsentstehung, sondern auch auf den Krankheitsverlauf hat.

4. Nach wie viel Zeit erhöht Verkehrslärm das Krankheitsrisiko?

Die Studie zu Krankheitsrisiken hat nach Möglichkeit auch vergangene Lärmbelastungen einbezogen. Berücksichtigt man die Dauer der Lärmbelastung finden sich teilweise höhere Erkrankungsrisiken. Aber nach wie vielen Jahren welche Wirkung eintritt, ist noch nicht abschließend geklärt.

5. Zusammenhang zwischen Fluglärm und Brustkrebs?

Die Ergebnisse deuten nur auf einen möglichen Einfluss hoher nächtlicher Fluglärmbelastungen auf das Brustkrebsrisiko hin. Ob tatsächlich ein Zusammenhang besteht, sollten zukünftige Studien klären.

NORAH-Studie zu Krankheitsrisiken: Dokumente zum Download

NORAH Videos

Ergebnisse NORAH-Studie zu Krankheitsrisiken: Interview mit Prof. Dr. Andreas Seidler.

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Häufige Fragen zur Studie zu Krankheitsrisiken

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