Häufige Fragen zur Blutdruckstudie

Die folgenden Fragen werden in der Diskussion um die NORAH-Blutdruckstudie immer wieder gestellt. Wenn Sie weitere Fragen haben, die hier nicht aufgeführt werden, freuen wir uns über einen Hinweis.

 

Allgemeine Fragen und Antworten zu NORAH finden Sie hier.

Warum wurden Teilnehmer mit Bluthochdruck ausgeschlossen?

Das Studienkonzept sah von Anfang an vor, nur in Bezug auf ihren Blutdruck gesunde Personen zu untersuchen. Eventuell seit langem bestehender Bluthochdruck anderer Ursache sollte nicht in die Studie einfließen.

Wieso gab es dann trotzdem Teilnehmer mit Bluthochdruck, obwohl diese ausgeschlossen werden sollten?

5 Prozent aller Probanden litten an Bluthochdruck. Die meisten von ihnen wussten am Anfang der Studie noch nichts von ihrer Erkrankung. Bei den so genannten Sensitivitätsanalysen verhielten sich diese Bluthochdruck-Patienten nicht signifikant anders als die anderen Teilnehmer.

Die NORAH-Studie widerspricht Hinweisen aus früheren Studien, dass Fluglärm den Blutdruck erhöht. Wieso kam NORAH zu anderen Ergebnissen?

Zunächst muss man hier ganz klar feststellen, dass es auch Vorgängerstudien zum Bluthochdruck gab, die ebenfalls keinen Zusammenhang zur Lärmbelastung ermitteln konnten. Frühere Studien unterscheiden sich jedoch sowohl in Fragestellung als auch in der Methodik mitunter erheblich von unseren Untersuchungen. In der NORAH-Studie wurden deutlich mehr Blutdruck-Messungen durchgeführt als in vorhergegangenen Studien, und die Blutdruckwerte an sich – nicht erst eine Bluthochdruckerkrankung – wurden in Bezug gesetzt zu genaueren akustischen Daten (Lärmpegel, die über 12 Monate zusammengefasst wurden). Außerdem konnte das Forscherteam auf umfangreiche Befragungsdaten zurückgreifen. Die Beurteilung eines direkten Vergleiches wäre nur mit einer Studie statthaft, die ähnliche Methoden verwendet hat. NORAH ist jedoch die erste derart umfangreiche Studie, die an einem so großen Kollektiv Blutdruckwerte und nicht nur die einfache Variable Bluthochdruck beurteilt.

Es wurde doch bereits bewiesen, dass sich sogar schon nach einer Nacht mit Fluglärm die Gefäßwände verändern. Wie passt das zu dem NORAH-Ergebnis, dass chronischer Fluglärm den Blutdruck nicht erhöht?

Die Ergebnisse von Studien mit sehr unterschiedlichen Methoden sind nicht miteinander vergleichbar. In einer Studie von Herr Prof. Münzel zum Beispiel wurden die Auswirkungen von sehr hohen akuten Lärmpegeln in einer Laborsituation untersucht. Dies kann als Beweis nicht herangezogen werden, auch wenn es ein wichtiger Hinweis für zukünftige Forschung sein mag. Wir haben eine Feldstudie durchgeführt, bei der wir den tatsächlichen Zustand bei den Betroffenen vor Ort möglichst wenig beeinflusst haben. Deshalb war es uns zum Beispiel so wichtig, dass die Teilnehmer ihren Blutdruck selbst messen.

Warum wurde die angestrebte Teilnehmerzahl von 1.600 Personen deutlich unterschritten?

Bei der ersten Rekrutierungsmethode haben sich zu wenige Personen gemeldet. Bei den darauf folgenden Rekrutierungen unterschieden sich die Probanden in vielen Merkmalen erheblich. Deshalb haben wir uns entschieden, auf diese Personen zu verzichten und nur die erste Gruppe zu untersuchen, um statistisch sauber zu arbeiten.

Liegt es nicht einfach an der geringen Teilnehmerzahl, dass sie keine signifikanten Ergebnisse erhalten haben?

Nein, denn wir konnten mit statistischen Tests nachprüfen, dass die Stichprobe für die Aussagen, die wir treffen, ausreichend groß ist.

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